Das erste Spanferkel wurde am 28. Juli 1973 in der Schweineweide gegrillt. Anlass war das Befüllen des von uns angelegten Naturteiches. Dazu war unsere Ortsfeuerwehr zusammen mit der Uslarer Feuerwehr angerückt. Natürlich waren zu dieser Veranstaltung auch alle Einwohner und Gäste des Dorfes eingeladen.
Unser Spanferkel fand großen Anklang. Daher wurde noch im selben Jahr am 13. Oktober 1973 ein weiteres Spanferkel in der Schweineweide gegrillt. In den folgenden Jahren wurde dann jeweils am Pfingstsamstag ein Spanferkel zubereitet. Daher entschloss man sich einen massiven Spanferkelgrill auf unserem Vereinsgelände zu errichten.
Mit dem Bau des ersten Grills wurde am Ostersamstag 1976 begonnen. Dieser Grill kam dann schon im selben Jahr zum Einsatz und bestand die "Feuertaufe" besser als erwartet. Im Jahre 1993 wurde dieser Grill baufällig und ein neuer Grill wurde errichtet. Leider hielten die Innensteine nicht so lange wie unser Vorgängermodell, so dass wir im Jahr 2005 den Innengrill neu ausmauern mussten.
Das Spanferkelgrillen findet nun bereits seit über 40 Jahren statt und wird heutzutage traditionell am Pfingstsamstag ausgerichtet.
Eine kleine Anekdote aus den zurückliegenden 40 Jahren:
Mit der Zeit wurden die Spanferkel immer größer und die Stange die zum "Aufspiessen" des Schweins verwendet wurde, ließ merklich nach. Der "Super‐Gau" passierte dann im Jahre 1998 als die Stange dann während des Grillens durchbrach. Das Problem bestand nun darin, das Schwein bis zum Abend gar zu bekommen. Da wir kurzfristig keinen Ersatz für die Stange organisieren konnten, wurde das Schwein verladen und zum Schlachter Menden nach Uslar gebracht, der auch einen Partyservice betreibt und daher über entsprechende Öfen verfügt. Dieser hatte sich bereit erklärt unser Problem zu lösen und uns seine Öfen zum Durchbraten des Schweins zur Verfügung gestellt. Somit konnte auch dieses Problem gelöst werden und das Schwein wurde am Abend restlos verzehrt. Glücklicherweise fiel auch das Aufräumen leichter, da das Schwein bereits zum Braten in den Öfen zerlegt werden musste.

