Junggesellenclub

 

Neujahrstanz

Neujahrstanz

Der Neujahrstanz war früher die einzige Tanzveranstaltung in jedem Jahr, bei der die Mädchen das Tanzgeld zu entrichten hatten. Seit Jahren wird jedoch kein Tanzgeld mehr erhoben, sondern Eintrittsgeld von männlichen und weiblichern Teilnehmern gleichermaßen.
Während des Neujahrstanzes erscheinen dreimal am Abend verkleidete und maskierte Gestalten auf der Tanzfläche. Die sogenannte „Rasierertruppe“ setzt sich aus dem Polizisten, zwei Rasierern, zwei Fegern, dem Fegemädchen und dem Clown zusammen.
Mit diesem sehr alten Brauch, dessen Ursprünge nicht geklärt werden konnten und der nur in Bollensen durchgeführt wird, werden nach der Überlieferung die Konfirmanden des letzten Jahres mit einer symbolischen Rasur des ersten Bartwuchses in die Reihen der Junggesellen aufgenommen.

Im letzten Durchgang wird dem Clown zur Strafe seiner Streiche das Hinterteil symbolisch rasiert.

Die Rasierertruppe wurde bis zum Jahr 2008 jedes Jahr von Edmund Koniecki betreut, der zwar nie Mitglied des Junggesellenclubs war, aber diese Aufgabe seit Gründung des BJC mit viel Engagement ausgeübt hat.
Seit dem Jahr 2008 hält die Tradition ein neuer "Herr der Masken" aufrecht. Unser ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied Daniel Voges erklärte sich bereit die Betreuung bis auf Weiteres zu übernehmen. "Bis auf Weiteres" ist seit dem immer noch so.

Seit 2012 lässt sich Daniel hierbei von Janina Borchert und Julia Schietzold unterstützen, da es immer schwieriger wird eine Rasierertruppe vollständig zusammenzustellen. Außerdem lassen sie sich jedes Jahr eine Besonderheit einfallen, sodass die Veranstaltung nie langweilig wird.

Osterfrühschoppen

Osterfrühschoppen

Am Ostersonntag 1963 trafen sich die Junggesellen zu einem gemeinschaftlichen Bratwurstessen in der Schweineweide.

Diese nette Zusammenkunft, die Anfangs nur aus Junggesellen bestand, wurde dann jährlich wiederholt. Das Bier wurde dabei häufig von verschiedenen Mitgliedern gespendet. An diesem Termin wurde dann auch schon mal ein Fasstrinken eines ausgeschiedenen Junggesellen durchgeführt.

Aus diesen Zusammenkünften hat sich im Laufe der Jahre der inzwischen zur Tradition gewordene Osterfrühschoppen am Ostersonntag entwickelt, der gerne von vielen Gästen und Altgesellen besucht wird.

Spanferkelgrillen

Spanferkelgrillen

Das erste Spanferkel wurde am 28. Juli 1973 in der Schweineweide gegrillt. Anlass war das Befüllen des von uns angelegten Naturteiches. Dazu war unsere Ortsfeuerwehr zusammen mit der Uslarer Feuerwehr angerückt. Natürlich waren zu dieser Veranstaltung auch alle Einwohner und Gäste des Dorfes eingeladen. Unser Spanferkel fand großen Anklang. Daher wurde noch im selben Jahr am 13. Oktober 1973 ein weiteres Spanferkel in der Schweineweide gegrillt.
In den folgenden Jahren wurde dann jeweils am Pfingstsamstag ein Spanferkel zubereitet. Daher entschloss man sich einen massiven Spanferkelgrill auf unserem Vereinsgelände zu errichten.

Mit dem Bau des ersten Grills wurde am Ostersamstag 1976 begonnen. Dieser Grill kam dann schon im selben Jahr zum Einsatz und bestand die "Feuertaufe" besser als erwartet. Im Jahre 1993 wurde dieser Grill baufällig und ein neuer Grill wurde errichtet. Leider hielten die Innensteine nicht so lange wie unser Vorgängermodell, sodass wir im Jahr 2003 den Innengrill neu ausmauern mussten.

Das Spanferkelgrillen findet nun bereits seit über 40 Jahren statt und wird heutzutage traditionell am Pfingstsamstag ausgerichtet.

Junggesellenfahrt

Junggesellenfahrt

Bereits ein Jahr nach Gründung des Vereins unternahmen die Junggesellen ihre erste Junggesellenfahrt in die Lünburger Heide. Die Fahrt wurde am 14. August 1958 durchgeführt und erstreckte sich lediglich über einen Tag. Aufgrund der Vielzahl der Veranstaltungen, die bereits im ersten Jahr durchgeführt wurden, konnte der Verein bereits recht ansehnliche Einnahmen verbuchen, die diese Fahrt ermöglichten.

Solche Fahrten wurden in den folgenden Jahren immer wieder durchgeführt. Schließlich ermöglichen diese Fahrten besonders die Pflege von Kameradschaft und Geselligkeit innerhalb des Vereins. Jedes Mitglied, dass einmal an solch einer Fahrt teilgenommen hat, wird sicherlich die ein oder andere Geschichte dazu erzählen können.

Mit der Zeit entwickelten sich daraus eine Fahrt über 3 Tage (Freitag bis Sonntag). Montag sollte man aber sicherheitshalber auch frei nehmen. Der Beginn der Fahrt startet meist mit einem Frühstück beim Präsidenten und endet mit einem gemütlichen Ausklang in Bollensen.

Die Ziele der Fahrten sind dabei in ganz Deutschland und teilweise auch Europa verteilt. Sie reichen von Reindlmühl in Österreich, bis Prag in Tschechien, von Köln bis nach Dresden, von Alzey bis nach Kalkar und auch mit einem Flug nach Mallorca.

Orientierungsfahrt

Orientierungsfahrt

Manfred Garlt und Bernd Beckstein arbeiteten 1970 zwei Orientierungsfahrten aus, die fortan in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen vom BJC durchgeführt wurden. Das Hauptproblem besteht in der Suche nach Organisatoren, die solch eine Fahrt ausarbeiten.

Nachdem in den 70er Jahren relativ regelmäßig Orientierungsfahrten stattfanden wurde dies im Laufe der 80er Jahre immer seltener.

Im Oktober 1993 wurde nach inzwischen sechs Jahren Pause wieder eine Orientierungsfahrt ausgetragen, an der 17 Teams teilnahmen. Karsten Fischer, Zweitplazierter der Orientierungsfahrt 1987, machte den Vorstand darauf aufmerksam, dass er noch im Besitz einer komplett ausgearbeiteten Ralley sei und das sich doch der Vorstand um die Organisation bemühen sollte.

Leider fand sich danach niemand bereit um die nächste Fahrt auszuarbeiten, sodass wieder sechs Jahre vergehen sollten bis die nächste Orientierungsfahrt startete. Unser damaliger Kassenwart Tobias Herwig hatte sich bereit erklärt eine Ralley auszuarbeiten. An der Fahrt nahmen jedoch nur 9 Teams teil. Dennoch fanden sich bei der Siegerehrung einige Freiwillige, die für das nächste Jahr eine neue Orientierungsfahrt vorbereiten wollten. Glücklicherweise haben sich seitdem immer wieder andere Teams bereit erklärt die Arbeit auf sich zu nehmen und eine ansprechende Fahrt auszuarbeiten, die auch in den letzten Jahren immer großen Anklang fand.

Ziel ist es mindestens alle zwei Jahre eine Orientierungsfahrt auszurichten, damit diese schöne und häufig auch sehr fordernde Veranstaltung weiterhin regelmäßig stattfindet.

Neujahrsbock

Neujahrsbock

neujahrsbockDieser alte Brauch wird nicht nur in Bollensen sondern auch in vielen Nachbarorten gepflegt. Der Unterschied besteht in Bollensen darin, dass neben dem Neujahrsbock ein festes Gefolge von ebenfalls kostümierten Jung- und Altgesellen diesen begleitet. Der Neujahrsbock wird dabei komplett mit Stroh umwickelt und mit einer Bockmaske verkleidet.
Das Gefolge setzt sich zusammen aus dem Bockführer, der den Bock mit einer schweren Kette führt. Dem Polizisten, der die Geldspenden entgegennimmt. Dem Clown, der seine Späßchen treibt, sowie den Wursteleuten, die die gespendeten Würste einsammeln.

Über den Sinn dieses Brauches gibt es verschiedene Deutungen. Nach einer Version soll er auf vorchristliche Zeit zurückgehen und etwas mit dem Austreiben der dunklen Mächte zu tun haben, damit dem Licht der Sieg über die Dunkelheit ermöglicht wird. Eine andere Version besagt, dass mit dem Neujahrsbock symbolisch das alte Jahr vertrieben wird bzw. die Geister des alten Jahres vertrieben werden.

Bereits vor Gründung des Junggesellen Clubs fanden sich Silvester 1956 sechs Freiwillige um diese Tradition nach dem 2. Weltkrieg in Bollensen wieder aufleben zu lassen. Dies waren Karl Kahne, Karl Voges sen., Albert Wegener, Herbert Kirchhoff, Heinrich Fischer und Heinrich Riehm.

Nach Gründung des Vereins wurde die Durchführung dieser Tradition vom BJC übernommen. Die übrigen Junggesellen begleiten dabei die Gruppe mit viel Lärm durch das Dorf - früher mit Geschrei und Peitschenknallen, heute überwiegend mit Feuerwerkskörpern.

Die eingesammelten Würste werden am ersten Januarwochende von den Junggesellen gemeinsam mit allen Helfern und Spendern über das Jahr hinweg verzehrt. Vom eingesammelten Geld werden die Getränke des Abends finanziert.

Es ist anzumerken, das seit 40 Jahren der Neujahrsbock immernoch von unserem Ehrenmitglied Klaus-Dieter Fraeter, sowie unserem ehemaligen Mitglied Karl Voges jun. gewickelt wird.
Das weitere Wickler Team (Azubis und Erfahrene) besteht momentan aus:

Ingbert Freter, Harald Meier, Gottfried Exner, Uwe Herwig, Bastian Fraeter, Fabian Voges und Florian Diedler


Vielen Dank für dieses außerordentlich Engagement über diesen langen Zeitraum.

 

Fasstrinken

Fasstrinken

Die Tradition, dass nach der Heirat eines Bollenser Junggesellen die Ehefrau ihn vom Verein freikaufen muss, ist so alt wie der Bollenser Junggesellen Club selbst. Heiratet ein Junggeselle wird er zum Altgesellen und um dieses Ereignis zu feiern gibt es das Fasstrinken.

Die Ehefrau muss ihn dann durch ein 50Liter Fass Bergbräu Pils vom Verein freikaufen. Sollte der Präsident des Junggesellen Clubs heiraten wären es sogar 100Liter Bier. Außerdem muss die Frau das Fass (mit Hilfe ihres Mannes) anstechen und natürlich auch leer zapfen. Um ihr bei dieser Aufgabe zu helfen sind alle Jung-, Altgesellen, Ehrenmitglieder, Neueintritte und männliche Freunde des zu verabschiedenden Junggesellen herzlich eingeladen.

   

Präsident BJC  

   

Wappen BJC

BJC-Wappen

   
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